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Datenschutzbeauftragter in Ihrem Friseursalon?

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„Datenschutzbeauftragter! Geht’s noch!?“, waren bestimmt auch Ihre ersten Gedanken als Sie von diesem Passus in der neuen DSGVO erfuhren, stimmt’s? Deshalb die gute Nachricht zuerst:

Die meisten Friseursalons hierzulande werden KEINEN Datenschutzbeauftragten benennen müssen. Betroffen sind nämlich nur Unternehmen, in denen 10 und mehr Personen ständig automatisiert mit personenbezogenen Daten umgehen. (§ 38 BDSG (neu) Abs. 1)

Das heißt: Erst wenn es in Ihrem Unternehmen mehr als 9 Personen gibt, deren Aufgabe es ist, mittels elektronischer Geräte Zugriff auf die Daten von Menschen (Kunden, Mitarbeiter) zu haben, ist ein Datenschutzbeauftragter zu benennen. Dabei zählt jede Person (Inhaber, Vollzeitkraft, Teilzeitkraft, Azubi, Handlanger usw.) mit Datenzugriff als eine ganze Person.

Personen, die keinerlei Datenzugriff haben (z.B. Ihre Putzkraft), brauchen Sie nicht einzubeziehen. Auch Friseurgesellen/Azubis, die nicht zur Rezeptionstätigkeit befugt sind, brauchen Sie nicht mitzählen.

Wenn bei Ihnen nachweislich nur bis zu 9 Personen Kundendaten erheben, verarbeiten und speichern dürfen, brauchen Sie keinen Datenschutzbeauftragten zu benennen.

Wenn Sie jetzt sagen können: „Puh, Schwein gehabt! Ich brauche keinen Datenschutzbeauftragten benennen.“, dann können Sie diesen Beitrag überspringen. Lesen Sie bitte weiter ab „Die Datenverarbeitung im Friseursalon muss sicher sein!“!

Wenn Sie jedoch aufgrund der Personenanzahl zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet sind, dann lesen Sie bitte hier weiter! Schließlich müssen Sie bei der Auswahl eines geeigneten Mitarbeiters einiges bedenken:

Guido Scheffler - Fachkaufmann für Marketing, FriseurunternehmerEin Beitrag von Guido Scheffler,

Friseurunternehmer seit 1996,

Fachautor für Management und Marketing im Friseurhandwerk,

geprüfter Fachkaufmann für Marketing,

Geschäftsführer von Friseur-Unternehmer.de

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Kündigungsschutz Datenschutzbeauftragter Friseur Friseursalon Datenschutz DSGVO Datenschutzbeauftragte

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Der Datenschutzbeauftragte ist unkündbar.

Der Datenschutzbeauftragte genießt besonderen Kündigungsschutz. Er ist quasi unkündbar. Das regelt das Bundesdatenschutzgesetz. Es sei denn, Sie haben ihn freiwillig und nicht aufgrund der vorgenannten Personenanzahl benannt.

Wenn Sie den Datenschutzbeauftragten kündigen wollen, dann müssen Sie ihn zunächst von seiner Funktion abberufen. Doch selbst nach dieser Abberufung steht er immer noch ein ganzes Jahr unter Kündigungsschutz.

Eine Ausnahme gibt es nur bei der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund. Hierbei muss dann aber zwingend ein zur Kündigung berechtigender Grund vorliegen. Das ist rechtlich gesehen nicht immer ganz einfach umsetzbar.

Deshalb sollten Sie nur einen solchen Mitarbeiter zum Datenschutzbeauftragten benennen, der Ihr höchstes Vertrauen genießt. Zudem sollte es ein Mitarbeiter sein, dessen Umsatzhöhe sich seit Langem für Ihren Salon rentiert. Sie wollen sicher keinen Mitarbeiter, der nicht einmal seinen eigenen Lohn erarbeitet, unkündbar machen, oder?

Im Falle eines finanziellen Engpasses im Unternehmen würden Sie diesen unrentablen Mitarbeiter nicht los werden können. Eventuell wären Sie sogar gezwungen, rentabler arbeitende Mitarbeiter an seiner Stelle zu entlassen.

Andererseits sollte der zu benennende Mitarbeiter nicht bereits so sehr durch seinen eigenen Kundenkreis ausgelastet sein, dass er gar keine Zeit mehr hätte, um als Datenschutzbeauftragter zu fungieren. Die richtige Auswahl gestaltet sich also etwas „tricky“, zumal die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten auch nicht ganz ohne sind!

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Datenschutzbeauftragter: Intern oder extern?

Der mit dem Datenschutz beauftragte Mitarbeiter muss entsprechend geschult werden. Schließlich soll er Ihnen, als dem verantwortlichen Unternehmer, und Ihren Mitarbeitern beratend zur Seite stehen. Die Verantwortung für den Datenschutz bleibt trotzdem ganz bei Ihnen als Saloninhaber.

Der Datenschutzbeauftragte soll die Datenschutzvorschriften überblicken und überwachen können. Er soll in der Lage sein, im Falle von offenen Fragen oder bei eventuellen Verstößen mit Ihnen und der Aufsichtsbehörde zusammenzuarbeiten.

Er soll von Verstößen betroffene Personen beraten. Und er muss alle Halbjahre eine mindestens zweistündige Schulung all Ihrer Mitarbeiter durchführen.

Damit sollte klar sein, dass Sie nicht einfach irgendwen benennen können, nur um Ihrer Pflicht nachzukommen. Ein Datenschutzbeauftragter muss das Potenzial haben, selbständig zu verstehen, was er zu lernen und zu tun hat.

Sie können einen Datenschutzbeauftragten aber auch extern beauftragen. Dies kann jedoch vergleichsweise teuer sein. Bleibt abzuwarten, ob Verbände, Innungen oder die Handwerkskammern reagieren, um ihren Mitgliedern eigene Datenschutzbeauftragte für geringere Kosten zu stellen.

Meldepflicht Datenschutzbeauftragter Friseur Friseursalon Datenschutz DSGVO Datenschutzbeauftragte

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Melde- und Veröffentlichungspflicht

Die DSGVO sieht vor, dass Sie die Benennung des Datenschutzbeauftragten an die zuständige Aufsichtsbehörde melden müssen. Seine Kontaktdaten müssen (zumindest im Internet) veröffentlicht werden. Behörden und Abmahnkanzleien kämen Ihnen also schnell auf die Schliche, sollten Sie trotz vorliegender Verpflichtung keinen Datenschutzbeauftragten benennen.

Wir stellen Ihnen ein beispielhaftes Schriftstück für die Benennung eines Datenschutzbeauftragten in Ihrem Salon zum Download zur Verfügung, damit Sie dies auch wieder ganz einfach für Ihren Salon anpassen können.

Doch mit dem Datenschutzbeauftragten enden die Überraschungen noch nicht, die die neue DSGVO für uns Friseure bereithält. Lesen Sie bitte alle Teile unserer DSGVO-Beitragsreihe, um sich umfassend zu informieren:

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