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7 Fakten für Friseur-Erfolg im Internet

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Das Internet ist in den letzten Jahren zu einem riesigen Marktplatz mit unendlichen Möglichkeiten zum Geldverdienen geworden. Es gibt unzählige Menschen, deren alleinige Lebensgrundlage das Internet geworden ist. Der Markt ist riesig! Das World Wide Web entfaltet sein Potenzial aber nicht nur für global absetzbare Produkte. Auch für regionale Angebote, wie das eines Friseursalons, ist das Internet unverzichtbar geworden.

Zahlreiche Friseure machen es bereits seit Jahren vor, wie man über die Internetpräsenz des Salons erfolgreich neue Mitarbeiter anlockt und so manchen neuen Kunden generiert. Wer es immer noch nicht glauben will, dass das Internet auch für Friseure eine der interessantesten Erfindungen des Jahrhunderts ist, der hat wohl die Zeit verpennt.

Ach, Sie haben schon längst eine Salon-Homepage? Das ist gut. Aber ist die Seite auch auf dem neuen Standard? Es gibt nämlich einen neuen Trend, den Sie absolut nicht verschlafen dürfen! Die mobile Nutzung des Internets nimmt rasant zu! Das hat riesige Konsequenzen – nicht nur für Ihre Salonhomepage, sonder auch für Sie als Friseur!

Wenn jemand in Ihrer Stadt mit seinem Handy nach einem Friseur sucht, dann sollte er die Chance haben, Ihr Angebot zu entdecken – und das, ohne an der Technik zu scheitern. Denn leider sind die meisten Homepages von Friseuren auf Mobilgeräten kaum oder nur sehr schlecht nutzbar. Die Schrift ist winzig, die Links kaum zu bedienen, Bilder und Texte springen aus dem Display heraus. Die Technik der mobilen Geräte ist eben noch zu neu, kaum eine Website ist schon darauf vorbereitet.

Genau das ist Ihre Chance! Seien Sie jetzt anders, heben Sie sich positiv vom „Rest“ ab und lassen Sie die Konkurrenz in Ihrer Stadt hinter sich! Wir reden heute mit einem Internet-Profi, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, Webseiten zu erstellen, die nicht nur toll aussehen, sondern sich automatisch an jedes Endgerät anpassen. Das ist der neue Trend für erfolgreiche Internetseiten, sagt Stefan Weber.

Weber ist gelernter Webdesigner und Marketing-Experte. Er hat das Know How, um Homepages erstellen zu können, die auf jedem Gerät mit Attraktivität und Funktionalität glänzen – egal, ob sich Ihr zukünftiger Mitarbeiter oder Ihr potenzieller Kunde gerade am PC, am Tablet, oder am Handy über Ihren Salon informiert.

Die neue Technik nennt sich „Resposive Web Design“ und wird, laut Weber, in ein paar Jahren der neue Standard für Internetseiten sein. Sogar Google unterstützt Websites, die nach dem neuartigen Verfahren programmiert wurden, durch eine bessere Position in den Suchergebnissen. Lesen Sie in unserem Interview, warum diese neue Technik gerade auch für Friseure einzigartige, neue Chancen bietet!

Wie Friseure jetzt Mitarbeiter gewinnen, Neukunden generieren und Gewinne machen mit dem Internet

Ein Interview mit Stefan Weber,

zertifizierter Webdesigner,

Webentwickler,

geprüfter Fachkaufmann für Marketing (IHK),

Inhaber SHW Media

http://www.shwmedia.de/

1. Von nix kommt nix! Warum Internetpräsenz für Friseure heute so wichtig ist.

Guido Scheffler: Wenn ich mich mit anderen Friseuren unterhalte, höre ich oft Sätze wie „Ich brauche keine Salon-Homepage. Bei mir geht alles über Mund-zu-Mund-Propaganda.“ Das finde ich immer recht belustigend – zumal die ja auf einen nicht unwesentlichen Teil von Neukundschaft verzichten, der sich im Web tummelt.

Kannst du als Internetprofi uns bitte erklären, warum Friseure, die keine eigene Website haben, Neukundenpotenzial und damit Umsatz verschenken?

Stefan Weber: Das Internet ist ja nun schon lange kein Neuland mehr und nur noch sehr wenige Haushalte besitzen heutzutage keinen Internetanschluss. Die Welt ist sozusagen vernetzt. Von fast jedem Ort aus lassen sich im Internet Informationen abrufen. Dieser Entwicklungsstand sagt nicht nur aus, dass das Internet DIE bahnbrechende Erfindung des 21. Jahrhunderts ist. Es ist viel mehr als das!

Das Web verbindet Angebot und Nachfrage. Es führt die Kunden zu den Anbietern und umgekehrt. Für Gewerbetreibende hält es also viele neue Möglichkeiten und Chancen für mehr Umsatz und höhere Gewinne bereit. Man kann also sagen, dass der überwiegende Teil der Zielgruppe eines jeden Friseursalons heute über das Internet erreichbar ist. Nie vorher war es einfacher, auf so direktem Weg und zu derart geringen Kosten mit seinen Kunden – und gerade auch mit seinen zukünftigen Kunden – in Kontakt zu treten.

Guido Scheffler: Aber nicht nur Kunden, sondern auch zukünftige Mitarbeiter können wir Friseure mit unserer Website positiv beeindrucken. Auch die Mitarbeiter umliegender Salons schauen, wo sie bleiben können, wenn Sie in ihrem bisherigen Salon unglücklich sind. Und das ist zur heutigen Zeit eine Riesen-Chance!

Die Frage ist nur, „Was können wir Saloninhaber tun, um uns diese Vorteile des Internets perfekt nutzbar zu machen für unser Friseurgeschäft?

Stefan Weber: Natürlich die Erwartungen der Kunden erfüllen! Das ist wie im realen Salon! Wenn Erwartungen erfüllt werden, dann habe ich einen Nutzen und bin zufrieden. So, und was erwarten potenzielle Kunden von meiner Salon-Homepage? Als ich begann als Webdesigner zu arbeiten, hab ich in meinem Bekanntenkreis einmal herumgefragt, warum Firmen-Webseiten überhaupt wichtig wären und welchen Nutzen wir als Endkunden daraus ziehen würden. Ich bekam immer sehr ähnliche Antworten:

  • „Durch eine Webseite kann ich mich über das Angebot informieren und einschätzen, ob sich ein Besuch lohnt.“
  • „Eine Firma ohne Website nehme ich gar nicht ernst. Schließlich will ich vorher wissen, ob ein Geschäft vertrauenswürdig und gut ist.“
  • „Heutzutage ist eine Webseite für ein Geschäft doch fast schon Pflicht. Ich erwarte es einfach, dass ich mich vorab informieren kann.“

Eine Homepage ist heute tatsächlich zu einer Art „Vertrauensbeweis“ geworden. Sicherlich geht es auch gänzlich ohne eine Internetpräsenz, aber man verschenkt dann eine Unzahl an Kundenkontakten.

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Die Kunden suchen Bestätigung bevor sie kaufen. Das ist einfach so. Ohne Internetauftritt kann es deshalb passieren, dass ein Unternehmen gar nicht erst in die engere Auswahl von bestimmten Kundengruppen kommt, da diese sich im Vorfeld kein Bild über das Angebot machen können. Bevor ein Kunde nämlich eine Enttäuschung seiner Erwartungen in einem ihm noch unbekannten Friseurgeschäft riskiert, informiert er sich lieber vorab im Internet über infrage kommende Salons.

Wenn der Kunde deinen Salon dabei in den Suchergebnissen vorfindet, dann kommst du für ihn infrage. Wenn er dich dort nicht vorfindet, dann bist du ganz einfach raus! Sorry, aber so ist es. Du bist aber nicht deshalb raus, weil der Kunde dich schlecht findet, sondern einfach nur, weil du nicht da bist, wo er dich sucht. Und wer nicht da ist, kann kein Geschäft machen.

Der Kunde wird sich sehr wahrscheinlich unter den in den Suchergebnissen präsenten Salons entscheiden. Also halten wir vereinfacht ausgedrückt schon mal fest: Das bloße Vorhandensein deiner Webseite in den ersten Google-Suchergebnissen kann bereits umsatzsteigernd wirken.

2. Selbst gebastelte Friseur-Homepages schaden mehr als sie nutzen!

Guido Scheffler: Nun ja, mancher Friseur geht aber daher und bastelt sich selbst eine Salon-Website mit irgendeinem Baukasten-Tool. Er selbst ist natürlich stolz auf seine Leistung als selbsternannter Webdesigner, aber der Internetnutzer bemerkt sofort den Unterschied zwischen „selbstgebastelt“ und „professionell“.

Im Falle einer grässlichen Homepage dürfte das die Neukunden und Job-Bewerber doch wohl eher fernhalten vom Salon als diese anzulocken, richtig?

Stefan Weber: Natürlich müssen wir dazu betrachten, dass mittlerweile im World Wide Web tausende von Friseur-Webseiten (gute und weniger gute) existieren, und dass die Anwender und Betrachter einen gewissen Standard gewohnt sind, den sie einfach erwarten.

Dazu gibt es unzählige Regeln bezüglich Design, Technik und den Umgang mit den Suchmaschinen. Ja ganze Industrien beschäftigen sich schon mit diesem Thema, und das letztendlich nur aus einem guten Grund: Dem Nutzer der Webseite soll das geliefert werden, was er sucht – und zwar schnell, effizient und in einem zeitgemäßen Format.

Für den potenziellen Kunden, der gerade mit Google nach einem guten Friseur in seiner Stadt sucht, ist der Internetauftritt des Salons absolut entscheidend!

Guido Scheffler: Klar! Wenn man Neukunden bereits beim ersten Kontakt mit dem Internet-Auftritt des Salons begeistern kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sie auch tatsächlich den Schritt in den Salon machen und unsere Kunden werden. Das leuchtet ein.

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3. Die Facebook-Seite allein packt’s nicht!

Guido Scheffler: Also Selbstbauen der Salonwebsite geht meist nach hinten los. Was sagst du denn zu den Friseuren, die meinen, dass eine Facebook-Seite für ihren Salon völlig ausreichend sei?

Stefan Weber: Also die Frage kann ich schnell beantworten. Alle Internetnutzer verwenden Google oder andere frei verwendbare Suchmaschinen, eben auch um nach einem Friseursalon in ihrer Nähe zu suchen. Bei Facebook muss man sich aber registrieren, um es überhaupt nutzen zu können. Deshalb hat nur ein Teil aller Internetnutzer überhaupt Zugriff auf Facebook. Dadurch verkleinert sich die Zielgruppe, die wir mit einer Facebook-Seite ansprechen können, schon einmal beträchtlich.

Desweiteren sind bestimmte Teilzielgruppen ganz besonders dünn besetzt auf Facebook. Ältere und ganz junge Leute beispielsweise trifft man auf Facebook viel seltener an, als Menschen mittleren Alters. Beruflich höchst eingespannte Gutverdiener haben seltener einen Facebook-Account als Geringverdiener. So manche Kundengruppe, die wir gern im Salon hätten, geht uns auf Facebook einfach verloren.

Für viele Studenten oder andere junge Intelligente ist Facebook sogar „uncool“ geworden seit es so stark kommerziell genutzt wird. Manchmal sind es aber genau diese Gruppen, die man ansprechen möchte. Aber die sind nicht registriert bei Facebook, also erreichen wir sie auch nicht über Facebook.

Guido Scheffler: Sogar Friseure selbst sind meist seltener auf Facebook aktiv als ihre eigenen Kunden. Unglaublich oder? Liegt aber wohl am Beruf, der oftmals viel Zeit verlangt.

Lass mich zusammenfassen: Eine Facebook-Seite kann also durchaus sinnvoll sein, aber nicht als alleinige Lösung, weil man sich selbst vor einem Großteil der potenziellen Kunden „wegschließt“. Es sollte also wirklich eine echte, eigene Website und nicht nur eine Social-Media-Seite sein?

Stefan Weber: So ist es!

4. Eine gute Salon-Webseite leistet viel mehr als man vermutet!

Guido Scheffler: Was kann denn eine gute Salon-Homepage leisten, was traditionelle Werbeformen wie Zeitungswerbung oder auch eine neumoderne Facebook-Seite nicht leisten können?

Stefan Weber: Eine Webseite ist ein Aushängeschild, eine Visitenkarte, ein Verkäufer, ein Eintrittspunkt zum Salongeschäft. Sie ist jedem Internetnutzer zugänglich, rund um die Uhr abrufbar, unabhängig von den eigenen Öffnungszeiten. Durch eine Webseite wird der Standpunkt im Markt weiter gefestigt. Sie ist eine dauerhaft verfügbare Werbung für den Friseur.

Sie vermittelt alle wichtigen Informationen, die in Sekundenschnelle abgerufen werden können. Alle Inhalte und Angebote des Salons können sehr kurzfristig aktualisiert werden und steigern durch ihre Aktualität die Kundenbindung.

Eine Webseite ist im Vergleich zur Printwerbung sehr preiswert und langfristig einsetzbar. Sie ermöglicht dadurch einen kostengünstigen Erstkontakt mit unzähligen Kunden und hilft dabei, Unsicherheiten bei den Kunden abzubauen und Interesse für den Salon zu wecken.

Guido Scheffler: Wow, das ist eine geballte Ladung an Leistung! Sicher nicht ganz uninteressant für Friseure, die bisher noch keine Website haben. Aber auch für diejenigen, die bereits eine eigene Friseur-Homepage betreiben, wird es jetzt richtig interessant!

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5. Mobiltauglichkeit ist in! Google straft Friseur-Homepages ab!

Guido Scheffler: Ich möchte dich, Stefan, nämlich jetzt bitten, uns zu erklären, was für einen gelungenen Webauftritt heutzutage alles zu beachten ist. Schließlich gibt es ein rasantes Entwicklungstempo im Internet, besonders was den Bereich der mobilen Endgeräte angeht, oder?

Stefan Weber: Das mobile Internet ist aktuell in aller Munde – oder besser „in jeder Tasche“. Es wird zunehmend wichtiger und ist entscheidend für den Wettbewerb geworden. Schon heute prognostizieren einschlägige Fachzeitschriften, dass viele Handelsketten und große Produktmarken sich die Ausweitung des Mobile-Web-Angebotes als neues Ziel gesetzt haben. Also warum nicht gleich ganz vorn dabei sein? Von Anfang an? Wer abwartet erntet meist nur die Reste!

Der Internet-Suchgigant Google geht sogar so weit, die „Mobilmachung“ von Webseiten zum modernen Standard zu erklären. Google lässt diesen Faktor in seine Bewertung für die Suchmaschinen-Ergebnisse einfließen. Dies wird sich gewaltig auf die derzeitige Verteilung der Webseiten-Platzierungen in den Suchergebnissen auswirken – „Stühle rücken“ ist angesagt! Wer gestern bei der Google-Suche noch ganz vorn gelistet wurde, kann heute schon einige Stellen tiefer stehen. Und das kostet Besucher!

Guido Scheffler: Das heißt also Google bewertet meine Salon-Homepage gegenüber denen meiner Konkurrenten schlechter, wenn Sie nicht mobiltauglich ist. Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich dich beauftragt habe, die Homepage unseres eigenen Salons neu zu erstellen.

Stefan Weber: Ja, eure Salon-Website zu machen, hat mir viel Spaß gemacht. Das Google-Ranking der Seite zu optimieren, war eine wirklich spannende Aufgabe. Ohne in Google’s Suchergebnissen mit seiner Website ganz oben zu erscheinen, wird man nämlich oftmals gar nicht mehr wahrgenommen.

Dabei ist für Friseure eine ganz bestimmte Suchwortkombination DAS Keyword schlechthin. Es ist das Wort „Friseur“ in Verbindung mit dem Ort, in dem sich das Friseurgeschäft befindet. Also für deinen Salon ist es beispielsweise „Friseur Wismar“. Das tippen potenzielle Kunden bei Google ein, wenn Sie einen neuen Friseur in Wismar suchen. Das gilt natürlich entsprechend für jede andere Stadt. Auf diese Keyword-Kombination muss eine Friseurseite optimiert werden, damit sie bei Google möglichst weit oben steht.

Guido Scheffler: Ich werfe mal einen kleinen Hinweis für unsere Leser ein: Schaut euch die Website unseres Wismarer Friseur- und Beautysalons Salons „Danny’s“ gern einmal als Beispiel für eine mobiloptimierte Seite an, oder sucht sie mit der Suchwort-Kombination „friseur wismar“ bei Google! Ihr werdet sehen, dass wir mit unserer neuen, mobilfähigen Webseite dort sehr gut platziert sind.

Stefan Weber: Ja, der Faktor der „Mobilfähigkeit“ der Website spielt dabei eine unglaublich große Rolle. Er ist zwar nur ein Faktor von mehreren, die in die Bewertung bei Google einfließen, aber er entscheidet eben mit darüber, ob deine Webseite ganz vorn in den Suchergebnissen erscheint, oder „unter ferner liefen“ erst auf einer der Folgeseiten der Suchergebnisse rangiert.

Wenn man mit seiner Salon-Homepage an der Spitze der Suchergebnisse steht, hat man ganz einfach viel mehr Besucher auf seiner Seite, als wenn man weiter unten erscheint. Diese sogenannte „Top Ranking Position“ entscheidet also über die Anzahl potenzieller Kunden, die von der Suchmaschine aus auf deiner Friseur-Website landen. Damit steigt logischerweise dann auch der Zulauf an Neukunden.

Infografik Mobile Web-Nutzung in Deutschland

© statista.com (Bitte anklicken zum Vergrößern!)

6. Die meisten Friseur-Webseiten sind kaum bedienbar auf mobilen Endgeräten!

Guido Scheffler: Aber was heißt „Mobilmachung von Webseiten“ denn jetzt genau? Welche Bedeutung hat das für mich als Inhaber einer Salon-Website?

Stefan Weber: Wenn wir das Surf-Verhalten der Menschen genauer betrachten, – und Google liefert uns da eindeutige Zahlen – so sehen wir, dass die mobilen Nutzer eine sehr wachstumsstarke Fangemeinde besitzen. Aktuell surft schon fast jeder zweite vom Smartphone oder Tablet aus, Tendenz stark steigend!

Guido Scheffler: Und darauf muss eine gute Website heute also vorbereitet sein. Da geht es wohl um die optimale Darstellung der Homepage auf verschiedensten Geräten, stimmt’s?

Stefan Weber: Nicht nur das! Mit einem Smartphone oder einem Tablet zu surfen, unterscheidet sich grundlegend von der Nutzung eines Desktop-Computers. Das Display ist deutlich kleiner, eine Tastatur ist nicht vorhanden, statt mit einer Maus klickt man per Touchscreen auf die Buttons. Nicht zu vergessen: Ist gerade kein WLAN-Netz verfügbar, muss die Internet-Verbindung des Telefonanbieters herhalten und diese ist oft deutlich langsamer.

All diese Fakten sorgen dafür, dass eine Webseite zwingend für die Nutzung auf solchen Endgeräten optimiert werden muss. Und genau hierin besteht bei vielen Webseiten das Problem. Ich bring mal ein Beispiel aus dem Alltag:

Ich mache einen Einkaufsbummel in der Innenstadt von Schnippelsheim. Ich denke so, Mensch eigentlich müsste ich mal zum Friseur. So kann ich mich zum Kaffee bei Oma nicht blicken lassen. Doch ich kenn mich hier nicht aus. Kurzum zücke ich das Smartphone und tippe „Friseur Schnippelsheim“ bei Google ein. Ruck zuck liefert mir Google die Ergebnisliste und ich klicke auf einen der ersten Einträge. „Cut & Style“ heißt der Salon, das klingt doch nett.

Doch „Oh Schreck!“, was muss ich feststellen? Man kann auf der Homepage von „Cut & Style“ nichts lesen. Die Schriften werden viel zu klein dargestellt. Die Navigation ist anscheinend für Zwergenfinger gemacht und man braucht viel Geduld, die Menüpunkte überhaupt zu treffen. Wildes rein- und raus-zoomen verdirbt mir die Laune. Die Bewegungen die ich mache, um die Salonadresse lesbar zu bekommen, muss für die Menschen in der näheren Umgebung aussehen, als ob ich versuche dem „Handy-Ding“ den Garaus zu machen.

Also tippe ich auf zurück und nehm einen anderen Eintrag aus der Google-Liste. In diesem Moment hat „Cut & Style“ mich als Kunden verloren. Die nächste Friseurseite zeigt mir den Salon „Rapunzel“. Ich kann alles herrlich lesen und sehe auch das Bild des Lageplanes hervorragend und ohne mich verrenken zu müssen. Da geh ich jetzt einfach mal hin!

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Wir sehen also, ich hatte keine wirklich schöne Kunden-Erfahrung mit „Cut & Style“. Und das obwohl ich den Salon noch nicht einmal von innen gesehen hab. Es dient einem positiven Kundenkontakt eben nicht im Geringsten, wenn die Website auf einem Mobilgerät nicht vernünftig angezeigt wird.

Schlimmer noch! Diese Erfahrung wurde von mir nun schon als negativer Dienstleistungsaspekt wahrgenommen, mit dem Salonnamen „Cut & Style“ mental verknüpft und irgendwo in den unendlichen Tiefen meines Großhirns abgespeichert.

Im Freundeskreis wird diese Info zu jedem Gespräch, das dieses Friseurgeschäft betrifft, wieder hervorgekramt: „Das sind doch die mit dieser schrecklichen Webseite, da findet man nichts mit dem Handy“. Daher sollte man als Friseur im modernen Web-Zeitalter tunlichst dafür sorgen, dass so etwas gar nicht erst passiert.

Wer mobil surft will eben nicht ständig Bildausschnitte mit Fingergesten vergrößern müssen, um kleine Buttons zu treffen. Ebenso ist es total nervig, der Webseite auf dem kleinen Smartphone Display beim „Schwimmen“ zuzusehen, da alle Bereiche so groß angezeigt werden, dass sie aus dem Display „hinaus rutschen“.

Sind Design und Benutzbarkeit der Webseite nicht auf das Display und die Bedienungsart des Gerätes abgestimmt, sind die Seitenbesucher schneller weg, als sie gekommen sind. Trotz alledem sind in Deutschland nach wie vor viele Geschäfts- und Shop-Seiten nicht auf Ihre mobilen Kunden vorbereitet. Und das kostet die bares Geld! Was glaubst du, wie viele Kunden nicht kaufen, nur weil sie die Seite des Anbieter auf ihrem Mobilgerät nicht vernünftig bedienen können. Da geht’s um richtig fette Summen!

7. Die beste Lösung für Ihre Salon-Homepage heißt „Responsive Web Design“!

Guido Scheffler: Aber es gibt doch so viele verschiedene Bildschirmgrößen bei Mobilgeräten. Wie will man denn dem Internet-Kunden für jeden Bildschirm die richtigen Webseiten-Einstellung anbieten?

Stefan Weber: Genau das ist das Problem, für das es jetzt eine ganz tolle Lösung gibt. Webdesigner und Webentwickler haben sich in den letzten Jahren mit der Thematik beschäftigt und verschiedene Techniken entwickelt.

Anfänglich wurde für jedes Endgerät wie z.B. Desktop-PC, Laptop und Handy tatsächlich eine eigene Seitenversion entwickelt, die dann speziell für das jeweilige Gerät optimiert wurde. Erkennen konnte man dies an einem kleinen „m“ vor der Seiten URL welches für das Wort „mobile“ stand und den Webseitenbesucher auf einen anderen Inhalt – nämlich den für Mobilgeräte – umleitete.

Dies löste das Problem in der ersten Zeit, war allerdings nur denen vorbehalten, die viel Geld in die Entwicklung ihrer Website investieren konnten. Weiter musste man bei Seitenaktualisierungen den Inhalt an mehreren Stellen ändern, damit alle Versionen auf dem gleichen Stand waren. Ganz schön aufwändig und teuer war das! Für Friseure kam das eher nicht infrage.

Responsive web design

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Mit zunehmender Diversifizierung mobiler Endgeräte, die es heute schon mit allen möglichen Bildschirmgrößen gibt, war dieser Lösungsansatz nun einfach zu kompliziert geworden. Im Jahr 2010 entstand dann ein Verfahren, welches den Markt revolutionierte und viele neue Möglichkeiten bot: „Responsive Design“.

Guido Scheffler: Das klingt schon mal sehr technisch, aber gut. 🙂 Erklärst du unseren Lesern bitte, was genau Responsive Design ist und was es kann?

Stefan Weber: Responsive Design bedeutet grob übersetzt „reagierende Gestaltung“. Damit ist eine Web-Technik gemeint, mit der es möglich ist, ein und dieselbe Webseite auf alle Displayanforderungen ideal vorzubereiten. Die Website reagiert sozusagen von ganz allein auf die Möglichkeiten des jeweiligen Endgerätes, auf dem sie angezeigt werden soll.

Man darf sich das so vorstellen: Die Webseite merkt, dass der Gerätebildschirm, von dem aus sie aufgerufen wird, entweder groß genug, oder eben für eine „normale“ Darstellung zu klein ist. In diesem Fall verändert sie ihr Aussehen automatisch, so dass alle Elemente wieder optimal angezeigt, gelesen und bedient werden können.

Der Clou bei dieser Technik ist, dass dieser gesamte Anpassungsprozess mit nur einem Inhalt funktioniert. Bei anstehenden Seitenaktualisierungen muss der Inhalt nicht mehr in den vielen verschiedenen Versionen geändert werden, sondern nur noch einheitlich an einem zentralen Punkt. Das macht die Erstellung einer solchen Seite und auch die Wartung viel kostengünstiger.

Guido Scheffler: Jetzt können sich also auch Friseure eine Website leisten, die zu 100 Prozent mobiltauglich ist. Das wird unsere Leser sicher freuen.

Aber erkläre doch bitte einmal genauer, wie man sich das als Mobil-Surfer vorstellen kann! Es soll immer eine attraktive und perfekt zu bedienende Website angezeigt werden, egal wie groß oder klein der Bildschirm ist. Wie geht das? Ändern die einzelnen Elemente (Bilder, Texte usw.) von alleine ihre Größe und ihre Position zueinander?

Responsive Design Website Homepage Friseur

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Stefan Weber: Genau so ist es. Und das geht voll automatisch! Zum besseren Verständnis, was Responsive Design genau macht, habe ich mal eine Grafik mitgebracht.

Auf dem Bild ist ein Drei-Spalten-Layout einer Website zu sehen, welches für die Anzeige auf einem Desktop PC angefertigt wurde (links oben). Mit zunehmender Verkleinerung des Bildschirmes würden diese drei Spalten nicht mehr nebeneinander passen und aus dem Anzeigebereich herausrutschen, oder bis ins Unlesbare verkleinert werden. Um dies zu verhindern, ordnet das Responsive Design die drei Spalten nun untereinander an, so dass der Bildschirm wieder in voller Anzeigebreite ausgenutzt werden kann. Schriften bleiben hervorragend lesbar und Bilder werden vollständig angezeigt.

Ähnlich wird auch das Navigationsmenü der Webseite behandelt. Eine Seite mit 10 Menüpunkten, die bei einer Darstellung auf einem Desktop PC wunderbar nebeneinander angezeigt werden können, würden bei einer Darstellung auf einem Smartphone zwangsläufig unlesbar werden. Responsive Design löst dieses Problem ebenfalls mit einer besonderen Technik. Es minimiert das Menü in Form eines Menübuttons. Per Fingerdruck auf den Menübutton springt das Menü dann auf und die Menüpunkte stehen zur Auswahl bereit.

Responsive Design Website Homepage Friseur Salon-Homepage

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Guido Scheffler: Das ist schon wirklich eine geniale Sache. Kann man eine bestehende Webseite eigentlich auf ein Responsive Design „umrüsten“ lassen?

Stefan Weber: Wie so oft, sind die Dinge komplex und es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ans Ziel zu kommen. Wer seine Webseite auf ein Responsive Design umstellen möchte, muss und die Homepage von Grund auf neu gestalten. Denn der Webseite wird das „responsive“ Verhalten – so komisch es auch klingt – „von klein auf“ beigebracht.

Dieses Vorgehen nennt man im Webdesigner-Fachjargon „Mobile First“. Das bedeutet, dass zuerst die Darstellung der mobilen Seiten erstellt und optimiert wird. Erst danach wird Stück für Stück nach oben erweitert. Dies hat den bedeutenden Vorteil, dass man von Anfang an über Ladezeiten und Ressourcenbeanspruchung der Endgeräte bestimmen kann.

Im Endeffekt können Webseiten dadurch schneller geladen werden, was sich natürlich auch wieder auf die Suchmaschinenoptimierung und das sogenannte Suchmaschinen-Ranking auswirken wird. Durch das neue erarbeiten der Webseite wird unter anderem auch sichergestellt, dass die anzuzeigenden Inhalte optimal in die Webseite eingepasst werden. Dies ist zum Beispiel bei einer Baukasten-Software nicht immer zu 100% gegeben. Dort werden lediglich die Inhalte in vorgefertigte Bereiche eingesetzt und springen am Ende unkontrolliert hin und her. Das hat unschöne Anzeigefehler zur Folge.

Guido Scheffler: Also bei unserer Salon-Website war es so, dass diese nun schon ein paar Jahre bestand und ohnehin überarbeitet werden sollte. Da hat es super gepasst, dass die neue Technik nun gerade zur Verfügung steht. Wir haben schon viel Anerkennung und Lob von Mitarbeitern und Kunden für das Aussehen und Funktionalität unserer Internetseiten bekommen. Das will ich hiermit an dich weitergeben. 🙂

Stefan Weber: Das freut mich sehr, dass meine Arbeit so gut ankommt. Vielen Dank! Wie du siehst, ist das Thema Webdesign und das erstellen von Webseiten ein vielfältiges Gebiet. Wer sich dennoch selbst an die Erstellung eines Responsive Designs wagen möchte, sollte sich im Vorfeld an den entsprechenden Stellen wie Internet-Foren oder in Fachbüchern ausgiebig informieren. Kenntnisse in den Websprachen HTML, CSS und Java Script sind dazu erforderlich. Um die optimale Umsetzung einer Responsive-Webseite zu erlernen, ist viel Arbeit und Fleiß notwendig.

Friseur Homepage Salon Website Webseite Mitarbeiter Internet

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Guido Scheffler: Friseure sind zumeist fleißig und überhaupt nicht arbeitsscheu, haben allerdings viel zu wenig Zeit, um sich auch noch um die Erstellung einer Website in Eigenregie zu kümmern. Es ist ratsam, diese Aufgabe einem Fachmann zu übergeben, der mit seinem Know-How und seiner Erfahrung auf diesem Gebiet eine schnelle und effiziente Umsetzung ermöglicht.

Würdest du unseren Lesern denn mit Rat und Tat zur Verfügung stehen und Ihre Fragen zur mobiloptimierten Internetseite beantworten?

Stefan Weber: Ja, das will ich gern tun. Wer Fragen zu einer Friseur-Homepage im Responsive Web Design hat, kann sich gern völlig unverbindlich an mich wenden. Meine Email-Adresse lautet stefan.weber@shwmedia.de.

Weitere Infos über mich und meine Arbeit gibt es natürlich auf meiner Website www.shwmedia.de. Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg, gute Umsätze in ihren Salons und viele, neue Kunden! 🙂

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